Kritik an Tigerdressur: PETA fordert Maßnahmen gegen Wildtierhaltung
Ab Samstag öffnet "Melody’s Circusland" in Rheinbach. PETA kritisiert die Tigerdressur und fordert von der Bundesregierung ein Wildtierverbot sowie einen Zuchtstopp.
Ab diesem Samstag, dem 28. Oktober 2023, eröffnet "Melody’s Circusland" im nordrhein-westfälischen Rheinbach seine Tore. Die Ankündigung eines Zirkus, der mit tigern und anderen Wildtieren auftritt, sorgt jedoch für große Besorgnis bei Tierschutzorganisationen. PETA Deutschland hat bereits eine klare Stellungnahme abgegeben und fordert sowohl einen Zuchtstopp für Wildtiere als auch ein generelles Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen von der Bundesregierung.
Die Kritik von PETA zielt insbesondere auf die Praktiken der Tigerdressur ab, die als grausam betrachtet werden. Die Organisation argumentiert, dass die Tiere in einem Zirkus nicht artgerecht gehalten werden können. Die Bedingungen für Wildtiere sind oft inadäquat, und die Dressur erfolgt häufig unter extremem Stress und Druck. PETA verweist auf zahlreiche Studien, die belegen, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für die Zuschauer problematisch ist. Die Organisation appelliert an die Bundesregierung, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um den Missbrauch von Wildtieren in der Unterhaltungsbranche zu beenden und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu schützen.